» Fünf tolle Kerwetage hat Ruppertsecken hinter sich. Von Freitag bis Montag wurde zünftig gefeiert und auch der etwas gemütlichere Abschluss am gestrigen Dienstag war kein „Stimmungsdrücker“.

Los ging es am Freitagabend mit der Kerweeröffnung am Wein-, Grill- und Bierstand, die zur richtigen Zeremonie wurden. „Kerwevadder“ Sebastian Stollhof hielt die Rede, stellte zum Beispiel den Grund zur Wahl des Bürgermeisters dar: „Damit mer wes, wer trinkt es meischde Bier im Land, werd de Biergermäschder ernannt.“ Das erste „Hoch-Leben-Lassen“ der Kerwe wurde von einem Feuerwerk begleitet. Am Samstag sorgte die Band „Promises“ für tolle Stimmung im gut besuchten Bürgerhaus. Um kurz nach Mitternacht übergab der Kerwevadder aus Würzweiler Ruben Schläfer, Stollhof das Kerwefeuer. Anschließend folgte der Kerwetanz, der „Rubbezecker Knubber“.

Viel Glück hatten die Ruppertsecker dann auch am Sonntag. Trotz des Wolken verhangenen Himmels, blieb der Umzug und die Kerwerede vom Regen verschont. Mit 19 Zugnummern präsentierte das höchste Dorf der Pfalz einen der größten Umzüge seiner Geschichte. Den Auftakt des Umzuges machte die Feuerwehr. Es folgten der Träger der Fleischwurst und die Kerwestraußträger. Im Cabrio wurde der Kerwevadder chauffiert. Die Kerweborsch gratulierten auf ihrem Wagen nachträglich der Queen Mum zum hundertsten Geburtstag. Danach folgten Fahrräder; der Musikverein Dannenfels sorgte musikalisch für gute Stimmung auf den Straßen. Die Landfrauen verteilten Brezeln und der Gemeinderat stellte die Weltachse auf seinem Wagen dar.

Toll der Einsatz des Nachbarortes Würzweiler: Mit gleich drei Zugnummern zeigten sie die gute Verbindung zwischen den beiden Ortschaften. Die „Bacardi Freunde“ demonstrierten ihr Lieblingsgetränk. Auch Marienthal ließ es sich nicht nehmen, mit zwei Lkw nach Ruppertsecken zu kommen. Der Männergesangverein war mit einem musikalischen Wagen dabei. Lobenswert auch die Teilnahme der Dannenfelser Kerweborsch, die eigentlich Samstags abgesagt hatten, weil sie einen Schaden am Laster hatten. Dennoch arbeiteten sie daran weiter und konnten den Schaden noch rechtzeitig beheben. Die Pfälzer Grumbeerfraue waren ebenfalls mit von der Partie. Den Abschluss des Umzuges bildete der Gerbacherhof.

Nach dem Umzug trug Sebastian Stollhof die Kerwerede vor. Diese löste beim Publikum viel Heiterkeit aus, lustige Zwischenrufe trugen zu einer tollen Atmosphäre bei. Die Grumbeerfrauen bedankten sich danach bei Stollhof und Ortsbürgermeister Walter Krück für die Teilnahme mit Präsenten. Anschließend schaffte es der Musikverein Dannenfels mit toller Musik im Bürgerhaus, den Sonntag Mittag zur „Stimmungskanone“ werden zu lassen. Am Montag ging es mit dem Frühschoppen im Bürgerhaus weiter. Wolfgang Bayer sorgte für die gewohnt gute Stimmung bis in die Abendstunden. Das gestrige Heringsessen hatten sich alle sauer verdient. Nach dem Begraben der Kerweflasche, war dann auch eine gelungene Kerwe zu Ende. (ssl)