»Er ist zweifellos einer der Markenzeichen im höchst gelegenen Dorf der Pfalz: Der "Rubbezecker Knubber". In diesem Jahr feiert der ausgefallene Kerwetanz seinen 80. Geburtstag. Der Tanz ist mittlerweile zwar weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt - doch jetzt wollen die Ruppertsecker den "Knubber" - quasi zum Geburtstag weltbekannt machen. Genauer gesagt wollen sie mit ihrem beliebten Kerwetanz ins "Guinness Buch der Rekorde".

Dazu wollen die Ruppertsecker am 20. September, ihrem Kerwemontag, den längsten "Knubber"-Tanz der Welt auf die Beine stellen. 45 Minuten am Stück soll dann getreu dem Motto "Knubber goes Guinness Buch!"- getanzt werden. Das Spektakel beginnt um 13 Uhr, für die Musik wird - wie seit Jahren am Kerwemontag - Wolfgang Bayer, Alleinunterhalter und Entertainer aus Nussbach, sorgen. Dieser freut sich nach eigener Aussage schon auf den Weltrekordversuch. Er habe keine Probleme, die 45 Minuten am Stück durchzuspielen und er sei optimistisch, dass die Ruppertsecker ihr Ziel erreichen
Mittanzen darf jeder, der in Ruppertsecken wohnt oder der einmal seinen Erstwohnsitz in Ruppertsecken hatte sowie deren Kinder. "Somit wollen wir auch alteingesessenen Ruppertseckern die Möglichkeit zum Mittanzen geben", sagt Sebastian Stollhof, der Initiator des Versuches. Eine kleine Bedingung gibt es aber noch: Das Mindestalter beträgt 15 Jahre. Die Idee hatten "Ex-Kerwevadder" Stollhof, Ortsbürgermeister Walter Krück und "Neu-Kerwevadder" Rainer Portz, als man sich Gedanken über das Kerweprogramm machte. Stollhof: "Schließlich sollte das Programm dem "Knubber-Geburtstag" angemessen sein." Doch er hatte kaum damit gerechnet, von "Guinness World Records" eine Antwort zu bekommen: "Wir haben das Formular im Internet mehr aus Spaß ausgefüllt und uns wenig Hoffnung gemacht, überhaupt etwas von Guinness zu hören." Aber die Antwort aus London kam: Die Ruppertsecker dürfen ihren Rekordversuch durchführen. Mindestens ein Tanzpaar muss die 45 Minuten durchhalten - übrigens keine Vorgabe von "Guinness World Records", die lediglich fünf Minuten gefordert hatten, sondern das von Stollhof selbst gesetzte Ziel: "Ursprünglich wollten wir das eine Stunde lang machen, aber durch die vielen Kniebeugen ist das eigentlich unmöglich."
Sollte den Ruppertseckern tatsächlich der Rekordversuch gelingen, ist dies trotzdem noch keine Garantie für eine Aufnahme ins "Guinness Buch der Rekorde": -Der Rekordversuch muss von uns auf Video und mit Bildern festgehalten werden. Zudem brauchen wir zwei unabhängige Wettpaten, die schriftlich bestätigen, dass der Versuch regelkonform durchgeführt worden ist. Dann wird das ganze Material nach London geschickt und dort entscheidet Guinness erst, ob das für sie ein Weltrekord ist und - wenn ja - ob er ins "Guinness Buch" kommt oder wir "nur" eine Urkunde erhalten-, erklärt Stollhof das Prozedere.
Nach welchen Regeln der "Knubber" getanzt wird, sei dabei schwer festzulegen: "Uns kommt es weniger auf die Tanzschritte an, sondern darauf, dass die Kniebeugen und das Knubben richtig gemacht werden", erklärt der 22-Jährige. Dafür soll eine eigene Jury gebildet werden. Ob ein Paar die 45 Minuten schaffen wird, kann Stollhof nicht so recht einschätzen: "Das ist schon eine lange Zeit - vor allem, wenn man schon drei harte Kerwetage in den Beinen hat." Er sieht dieses Spektakel in erster Linie auch als Spaß: "Je mehr Material wir Guinness mitschicken können und je mehr Leute mittanzen, desto größer sind auch unsere Chancen. Uns ist wichtig, dass alle Generationen mittanzen, auch wenn sie vielleicht nach fünf Minuten wieder aussteigen. Aber gerade diese feiernden, unterschiedlichen Generationen zeichnen die Ruppertsecker Kerwe aus." Bürgermeister Walter Krück ist auf alle Fälle von dieser Aktion begeistert: -Nach dem zwölften Platz bei "Unser Dorf soll schöner werden" ist das nun eine weitere ganz große Sache für Ruppertsecken. Ich werde auf alle Fälle mittanzen." (red)

I n f o
?Ständig aktuelle Infos zum Knubber- Weltrekordversuch gibt es im Internet unter www.RVC-EVENTS.de.