»„Zunächst das „best of“ der Deutsch-Rock-Geschichte mit der Südpfälzer Combo Saftwerk; dann eine „Rock‘n‘Roll-Revolution“ mit einer akrobatischen Bühnenshow von Boppin‘B und anschließend „Schorlerock“ mit der Fun-Rock-Formation Grabowsky aus Frankenthal: Am Samstag, 28. April, spielen im Bürgerhaus in Ruppertsecken drei Bands ihren verschiedenen Musikstile bei der „Scheißkapellen-Party 07“.

Als „Retter des Rock‘n‘Roll“ bezeichnet sich das Aschaffenburger Quintett Boppin‘B. Verschmierte Haare und markige Sprüche dürfen bei Michael Treska (Gesang), Golo Sturm (Gitarre), Frank Seefeldt (Saxophon), Thomas Weiser (Standschlagzeug) und Didi Beck (Kontrabass) dabei genauso wenig fehlen wie eine artistische Show, enorme Spielfreude und Energie. Mit ihrem Album „Bop around the Pop“, auf dem auch Dick Brave alias Sasha die Band gesanglich unterstützte, schafften Boppin‘B den Sprung in die Charts. „Wir könnten ohne weiteres auch im Zirkus als Musikakrobaten auftreten“, schmunzelt Gitarrist Golo. Seit 1985 tourt die Formation mit ihrer ganz eigenen Interpretation des Rock‘n‘Roll bereits quer durch Europa – und das bei jährlich rund 200 Auftritten. Bei all dem lässt das Aschaffenburger „Spaß- Rock‘n‘Roll-Quintett“ auf der Bühne auch nicht die Selbstironie vermissen. Die Combo nimmt sich gerne selbst auf die Schippe und erwartet auf die Frage „Do you feel allright?“ nicht einfach nur das übliche „Yeah“, sondern ein lautstarkes „Scheißkapelle“.

„Rieslingschorle“ und „Hupse“

des Abends gepflegten „Schorlerock“ aus Frankenthal von der Gruppe Grabowsky. Musikalisch rocken sich die „Pälzer Buwe“ im wahrsten Sinne des Wortes quer durch die Pfalz. Dabei beherrschen die beiden Frontmänner Oliver Herrmann und Willi Brausch vor allen Dingen die „drei goldenen G‘s“: „Gesang, Gezappel und Gebabbel“. Ihre Songs wie „Rieslingschorle“, „Hupse!“ oder „Andrea“ haben Grabowsky für ihr Publikum bereits zum „inoffiziellen pfälzischen Kulturgut“ werden lassen.

Zahlreiche Long-Play-CDs, ausverkaufte Hallenkonzerte und Auftritte im Ausland sowie im Fernsehen, hat das Quintett bereits auf dem Buckel. Zum letzten Mal in Ruppertsecken wird an diesem Abend übrigens Sänger Willi Brausch zusammen mit Grabowsky auf der Bühne stehen. Brausch verlässt die Combo spätestens zum Jahresende (wir berichteten).
berichteten). Los geht es bei der „Scheißkapellen- Party 07“ mit dem „best of“ der Deutsch-Rock-Geschichte. Egal ob Herbert Grönemeyer, Rio Reiser, Klaus Lage, die Ärzte, Toten Hosen, Rammstein, Neue Deutsche Welle oder Titel neuerer Interpreten, wie von Laith Al-Deen, Söhne Mannheims oder Oomph: die Südpfälzer Combo Saftwerk liebt es deutsch. Mit den beiden Frontmännern Mathias Paul und Markus Eisel, der auch bekannt ist von der Band „Brass Machine“, hat die Deutsch-Rock-Coverband zwei Männer als Sänger, die ihr Metier zweifelsohne bestens beherrschen. (ssl)