Von unserem Mitarbeiter Sebastian Stollhof
» Jens Vollmer wohnt in Gerbach. Das ist eigentlich noch nichts besonderes, wäre er nicht der Saxophonist der Band „Brass Machine“ – früher Peppermint Patty“. Vollmer ist gerade mit seiner Band vom weltbekannten Jazzfestival in Montreux zurück. Doch die „Brass Machine“ hat weit mehr, als nur Jazz zu bieten. Am Samstag, 19. Oktober, gastiert die Formation mit Gästen im Bürgerhaus Ruppertsecken.

„Montreux war so ein richtiger Musiker- Traum“, weiß Vollmer was ein Auftritt bei diesem Festival für einen Musiker bedeutet, aber auch, dass dies den absoluten Durchbruch für „Brass Machine“ bedeuten kann. Die Band nahm zudem eine CD „Live in Montreux“ auf (eine CD-Besprechung lesen Sie nächste Woche auf der Jugendseite). Doch wer ist „Brass Machine“ überhaupt? Während die Band momentan dabei ist Baden-Württemberg, das Saarland und große Teile von Rheinland- Pfalz zu stürmen, kennt dieWestpfälzer- Formation im Donnersbergkreis kaum jemand. Nennt man jedoch den Namen der mittlerweile schon Kult-Band „Peppermint Patty“, geht vielen sicherlich ein Licht auf. Nachdem „Peppermint Patty“ vor ungefähr einem Jahr eine musikalische Pause einlegte, gründete der Bläsersatz um Joachim Braun aus Weilerbach (Trompete), Joe Denzer aus Otterbach (Posaune) und eben der Gerbacher Saxophonist Jens Vollmer die „Brass Machine“. Das Konzept: Musik mit echten Bläsern von Rock/Pop über Soul bis Hardrock oder Jazzrock – je nach Belieben. Messerscharfe Bläsersätze, groovende Rhytmusgruppe, brettharte Gitarrensounds, begeisternde Soli und fantastische Stimmen sind die Erkennungsmerkmale von „Brass Machine“. Dies wird von einer aufwändigen Lightshow unterstützt. „Wer die Nase voll hat vom Einheitsbrei der Top40-Bands, ist bei ,Brass Machine‘ bestens aufgehoben,“ gibt sich die Band selbstbewusst.
In den „Peppermint Patty“-Zeiten gab es schonmal eine „Brass Machine“, dies war auch der Grund für die Namensgebung: „Damals waren wir 17 Mann und haben uns auf anspruchsvolle Bigband-Noten konzentriert. Das hat sich aber tot geprobt. Nachdem wir auch das ,Peppermint Horns‘-Projekt in der Kammgarn hatten, haben wir nach einem Namen gesucht und festgestellt, dass es ,Brass Machine‘ noch nicht gibt. Dazu haben wir den Slogan ,Say NO to sampled horns‘.“ Das Markenzeichen der Band sind einfach die Bläser. Bekannte Stücke klingen so ganz anders – angenehm anders.

Musiker mit Referenzen

„Musikalisch ist das eine richtige Offenbarung“, weiß der 31-jährige Vollmer, mit wem er da zusammen spielt. Und in der Tat: Die Kollegen des Bläsersatzes haben einiges an Referenzen aufzuweisen. Am Gesang ist da zum einen Steffi Zellhofer aus Weilerbach. Sie arbeitete nicht nur mit der deutschlandweit bekannten Bluesband „Sunnyland“, sondern auch mit der angesagtesten Acapella-Truppe „Harmony Central“ zusammen. Zum anderen ist da Sascha Kleinophorst. Sein Name ist in der Kaiserslauterer Musikszene ein Begriff. Kleinophorst ist zudem bei „Wet Desert“ und begeistert als Sänger und Frontman. Am Schlagzeug sitzt Rainer Dettling aus Mannheim. Er spielte bei der bekannten Band „Wheels“, „Blues Busters“, „Dr. Detroit“ und der Begleitband „Capitol Mannheim“. Markus Zellhofer aus Kollweiler, bekannt von „Sergeant“ steht am Bass. Frank Schäffer (Keyboard) hat eine eigene Musikschule in Neustadt und spielte mit den „Blues Busters“ und „Dr. Detroit“ zusammen. Bekannt von Ex-„Groovin Affairs“ und „Ear Candy“ ist Gitarrist Christoph Brill aus Saarbrücken. An das Erlebnis beim Jazzfestival in Montreux erinnert sich Vollmer gerne: „Das war ein riesiger Schritt für uns. Der Name Montreux ist schon alleine der Hammer. Für uns ist das eine riesige Referenz.“ Jetzt möchte die Band auch andere Festivals angehen, denn viele Personen haben dieses Ereignis der Band mitbekommen. Vollmer: „Wir sind schon auf der Straße auf Montreux angesprochen worden.“ „Peppermint Patty“ wird höchstens zwei Mal im Jahr ein großes Konzert geben. Der andere „Peppermint“-Teil hat im übrigen auch eine Band, „Orange 4“ gegründet. „Brass Machine“ hat mittlerweile bereits 150 Songs im Repertoire. Darunter sind unter anderem Titel von: „Chicago“, „Power of Tower“, „Blood Sweat & Tears“, „Gloria Gaynor“, „Aretha Franklin“, „Jamiroquai“, „Toto“, „Blues Brothers“, „Tina Turner“, „Sting“, „U2“, „Tom Jones“, „RobbieWilliams“, „Herbert Grönemeyer“, „Westernhagen“, „The Rolling Stones“, „Ricky Martin“, „Santana“, „Peter Gabriel“, „Foreigner“, „Lenny Kravitz“, „Aerosmith“, „Van Halen“, „Queen“ und vielen anderen.

„Nacht der Stimmen“

Zu einer von „Brass Machine“ schon in vielen Orten bekannt gemachten „Nacht der Stimmen“ gastiert die Formation am Samstag, 19.Oktober, nun auch erstmals im Donnersbergkreis, genauer gesagt in Ruppertsecken. An diesem Abend werden einige bekannte und durch ihr Auftreten und ihre Stimme begeisternde Gäste auf der Bühne im höchsten Dorf der Pfalz stehen. Neben Sascha Kleinophorst und Steffi Zellhofer sind dabei: Majka Kiefer, wie es Vollmer sagt, „eine Rockröhre sondergleichen“. Ihre Stimme hat Biss, mit ihrer Ausstrahlung gewinnt sie das Publikum. Bekannt ist sie von „Ear Candy“ und „A Couple Of Souls“. Ein ganz bekanntes Gesicht im Donnersbergkreis ist Donovan Aston. Als Gitarrist, Sänger und Keyboarder stand er mit der Partyband „Lips“ schon auf vielen Bühnen der Gegend. Zusammen mit den „Midnight Mover“ begeisterte er im Sommer im Schlosspark in Rockenhausen. Jung und schon allein durch ihre Ausstrahlung und Stimme beeindruckend ist Meike Anlauff von der Trierer Band „Gimme 5“. Mit gutem altem Deutschrock hat Markus „Grönemeyer“ Eisel aus der Südpfalz das Publikum fest im Griff. „Wir freuen uns auf Ruppertsecken“, so Jens Vollmer. Die Band bezeichnet sich selbst als „neuen Stern am Himmel der südwestdeutschen Konzertszene“ – vielleicht sind sie ja bald auch der neue Stern im Donnersbergkreis?!
konzert
—„Brass Machine“ spielt am Samstag, 19.Oktober, zusammen mit Gästen bei der „Nacht der Stimmen“ im Bürgerhaus in Ruppertsecken. Einlass ist um 19 Uhr; Beginn gegen 20 Uhr. Mehr Infos zur Band gibt es im Internet unter www.brassmachine.de

—Eine Vorstellung der neuen „Brass Machine“-CD „Live in Montreux“ lesen Sie nächsten Mittwoch auf unserer Jugendseite.